Honigwaben

Honig

Deutscher Bedarf ist sehr hoch
Schon die Azteken und Ägypter schätzten die goldgelbe Leckerei als Luxusgut, Heilmittel, Kriegsbeute oder Schönheitsmittel. Bis man den Industriezucker erfand, war der Honig das einzige in größeren Mengen verfügbare Süßmittel. Honig ist kein klassisches Kolonialprodukt, doch der Bedarf in Deutschland — pro Kopf etwa 1,3 Kilo — kann nur zu 20 Prozent durch eigene Erzeugnisse gedeckt werden. Deshalb wird ein Großteil aus der sogenannten Dritten Welt, aber auch aus osteuropäischen Ländern importiert.

Von den lokalen Aufkäufern erhalten die kleinbäuerlichen Imkerfamilien, die oft in abgelegenen Gegenden leben, nur einen Bruchteil des tatsächlichen Wertes. Ähnlich wie in Deutschland wird Honig meist im Nebenerwerb erzeugt.

Imkerkästen

Kleine Warenkunde
Honig besteht nur zu 80 Prozent aus Zucker und hat eine Reihe gesundheitsfördernder Inhaltsstoffe wie Mineralien und Enzyme. Obwohl sein Mineralstoffgehalt nicht sehr hoch ist und die Enzyme bei der Verdauung zerstört werden findet Honig bis heute in der Hausmedizin eine vielfältige Anwendung. Vielleicht auch deshalb, da er auch antibakteriell wirksame Stoffeenthält, die gegen Hitze unempfindlich sind. Deshalb wirkt heiße Milch mit Honig so gut gegen Erkältungen.

Ruinöser Preiskampf
Honig wird nicht an der Börse gehandelt und hat auch keinen festen Preis. Er unterliegt einem ruinösen Preiskampf: Einige Supermärkte bieten Honig beispielsweise für ein Drittel des Preises an, den heimische Imker verlangen.

Gerechte Preise für Honig
Honig aus Fairem Handel wird zu fairen Preisen direkt bei Imkergenossenschaften in Mittel- und Südamerika eingekauft. Die verschiedenen Trachten- und Mischhonigsorten erfüllen ohne Frage die hohen Qualitätsanforderungen der EU und übertreffen teilweise die heimischer Anbauverbände. Immer mehr Honigsorten aus ökologischer Produktion finden sich im Angebot der Weltläden.