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Kakao

Vor über 1400 Jahren in Mexiko
Schon vor über 1400 Jahren wurde Kakao in Mexiko als Zahlungsmittel eingesetzt. Auch die Grundlage für ein Getränk war er damals schon. Im Gegensatz zum heutigen Süßgetränk wurde er zu dieser Zeit aber scharf zum Beispiel mit rotem Pfeffer getrunken. Die Spanier brachten das schmackhafte Gut von ihren Eroberungszügen in Mittelamerika im 16. Jahrhundert nach Europa.

Die Pflanze
Kakao oder auch Cacao ist ein Nahrungs- und Genussmittel, das aus den Samen des Kakaobaums gewonnen wird. Der Baum wächst in feuchtheißem, tropischen Klima und die Anbauländer liegen in Westafrika, Mittel- und Südamerika sowie vereinzelt in Asien. Der Kakaobaum kann bis zu 15 Meter hoch wachsen. Nach der Bestäubung der Kakaoblüten bilden sich binnen sechs Wochen längliche, 20 Zentimeter große Früchte. Unter ihrer Außenhaut tragen sie Fruchtfleisch, in dem 30 bis 50 Samen eingebettet sind. Aus diesen Kakaobohnen wird der Rohkakao gewonnen. Der Baum trägt vom vierten Jahr an Früchte und kann bis zu 45 Jahre alt werden. Je nach Region kann bis zu zwei mal jährlich geerntet werden.

Welche Inhaltsstoffe hat Kakao?

Unruhiger Kakaomarkt
Der Markt für Kakao ist einer der instabilsten Märkte der Welt. Zum größten Teil in Afrika angebaut, wird Kakao hauptsächlich an den Warenterminbörsen in London und New York gehandelt. Befürchtungen, die Unruhen an der Elfenbeinküste könnten zu größeren Defiziten bei der Haupternte führen, sind bisher nicht eingetroffen. Dennoch könnte die schwere Krise dort viele Leckermäuler teurer zu stehen kommen, denn mit 40 Prozent Anteil an der Weltkakaoernte ist das Land immer noch der größte Produzent. Die Hauptproduzenten sind die Elfenbeinküste, Ghana und Nigeria. 85 Prozent des Kakaos werden von Kleinbauern erzeugt, der Rest in Plantagen.

Konsum eher in den Industrieländern
Der Kakao wird vorrangig in den Ländern der so genannten Dritten Welt produziert. Konsumiert wird er hauptsächlich in den Industrieländern. 90 Prozent des Kakaos, in Pulverform oder als Bestandteil anderer Produkte wie Schokolade, werden dort gegessen oder getrunken.

Verbesserte Bedingungen für Hersteller
Der Faire Handel verbessert die Lebensbedingungen der Kakaoproduzenten in Bolivien und Ghana und appelliert gleichzeitig an ein kritisches Einkaufen der Konsumenten. Die Kakaobauern erhalten einen garantierten Mindestpreis von 1750 US-Dollar pro Tonne und für Kakao aus ökologischem Anbau gibt es einen zusätzlichen Bioaufschlag.