Geschichte des Fairen Handels

Die Geschichte des Fairen Handels hat die Ungerechtigkeit des Welthandels als Ursache

Die Geschichte des Fairen Handels beginnt mit einem Roman von 1859: Der Held des Romans, Max Havelaar, ein pensionierter holländischer Kolonialbeamter, erlebt die Ungerechtigkeit und Unterdrückung in Indonesien durch die Kolonialmacht Holland. Im Kaffeehandel werden Menschen ermordet und ebenso wie die Natur ausgebeutet. Fast hundert Jahre später beginnen in den USA Ende der 40er Jahre erste gerechte Handelsbeziehungen zwischen zwei US-Gruppierungen mit armen Dorfgemeinschaften aus dem Süden der Welt.

Die Idee, Fairen Handel mit Entwicklungsländern zu verwirklichen, um den Menschen dort mit fairen Preisen, Löhnen und Lieferverträgen Hilfe zur Selbsthilfe zu geben, hatten die britische Oxfam, niederländische Dritte Welt-Gruppen und die holländische Firma "Stichting S.O.S: Wereldhandel" (heute FairTrade Organisatie. Diese Firma, 1959 gegründet, wurde zur späteren Keimzelle von gepa, EZA und OS3, den heute drei größten Fairhandelsorganisationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz). 1964 stellten die Entwicklungsländer zum ersten Mal die Forderung an die UNCTAD (Welthandelskonferenz): "Handel statt Hilfe", der 1986 der Appell "Fairer Handel statt Almosen" folgte.

Kuh im Hochland

Die Weltläden
Ausgehend von der niederländischen Organisation und dem erwachenden Bewusstsein über die ungerechten Handelsstrukturen, entstand ein Netzwerk alternativer Handelsorganisationen mit dem Motto, "Fairer Handel statt Almosen". 1969 eröffnete in Holland der erste Weltladen, 1970 in Deutschland, danach entstanden sie überall in Europa. Die meisten Fairhandelsorganisationen wurden von kirchlichen Gruppen zum Leben erweckt. Einzelpersonen jedoch, die sich zusammenschlossen, hatten oftmals eine politische Motivation, denn der erste große Schub bei den Gründungen lag in den 60er Jahren, als in Europa und den USA das Interesse an der sogenannten Dritten Welt wuchs. Gehandelt wurde anfangs mit kunstgewerblichen Waren, ehe mit dem Verkauf von Kolonialwaren wie Kaffee auch politische Botschaften transportiert wurden.

Aktion Dritte Welt Handel
Zu Beginn der 70er Jahre entwickelte die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in der Bundesrepublik e.V., der Bund der Deutschen Katholischen Jugend und der Entwicklungspolitische Arbeitskreis zusammen mit Misereor die Aktion Dritte Welt Handel (A3WH). Aufmerksamkeit erregten die A3WH mit den Kampagnen "Indio-Kaffee" und "Jute statt Plastik".

1975 gründete die A3WH die jetzt größte deutsche Fairhandelsorganisation gepa. Träger des Fairen Handels waren neben den Handelsorganisationen vor allem die Weltläden und Aktionsgruppen. Von den Gesellschaftern der gepa ging in den 80er Jahren der Impuls aus, Produktentwicklung und verstärkten Verkauf in den Mittelpunkt des fairen Handels zu stellen, was sich in Qualitätssicherung und Organisierung widerspiegelte: Dachorganisationen

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Geschichte

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Zwei Kühe im Hochland
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